Lightning Talk auf dem 29C3: Why you have to be a hacker to investigate the Paranormal

Vorträge

Auf dem 29. Chaos Communication Congress des Chaos Computer Clubs, auch kurz 29C3 genannt, werde ich einen Kurzvortrag, einen sogenannten Lightning Talk, halten, der den Titel trägt „Why you have to be a hacker to investigate the Paranormal“. Manch einer mag sich nun fragen, was die Untersuchung paranormaler Erfahrungen mit Hacken zu tun hat. Ich sehe da einen sehr großen Zusammenhang.

Zunächst möchte ich betonen, dass ich den Begriff „Hacker“ grundsätzlich in seiner ursprünglichen Bedeutung verstehe. Für mich ist ein Hacker niemand, der unerlaubt unter Ausnutzung von Sicherheitslücken in fremde Computersysteme eindringt und dabei Daten zerstört, verändert oder illegal kopiert, auch wenn dies mittlerweile die landläufige Definition von „Hacker“ zu sein scheint.

Ein Hacker ist in dem hier relevanten Kontext vielmehr ein Mensch, der sich für Technik begeistert, damit ungewöhnliche Dinge anstellt und zudem in der Lage ist, technische – und darüber hinaus auch andere nicht-technische – Vorgänge zu hinterfragen und sie genauer zu untersuchen, als es andere tun. Das kann im Zusammenhang mit Computersicherheit geschehen und die legitime und legale Erforschung von Computersystemen und ihrer Sicherheit umfassen, muss aber nicht. Hacken ist in diesem Sinne auch ganz ohne Computer möglich.

Legt man diese klassische Definition des „Hackers“ zugrunde, so stellt man bei näherer Betrachtung schnell fest, dass es auch bei der Untersuchung paranormaler Erfahrungen hilfreich, wenn nicht sogar notwendig ist, wie ein Hacker zu denken. Denn viele paranormale Erfahrungen sind durchaus mit konventionellen physikalischen, psychologischen oder neurologischen Phänomenen – oder gar mit einer Kombination aus diesen Faktoren – erklärbar. Doch manchmal ist es nicht einfach, die Erklärung auch zu finden. Dazu muss man nicht selten genauer hinschauen und querdenken. Stattdessen werden Menschen, die solche Erfahrungen machen, aufgrund gängiger Vorurteile gegenüber paranormalen Erfahrungen nur allzu oft vorschnell pathologisiert und als „verrückt“ abgestempelt – obwohl ihre Erfahrungen in Wirklichkeit auf ganz normalen, aber schwer zu entdeckenden Vorgängen beruhen.

Ich möchte in diesem Kurzvortrag einige wenige ungewöhnliche Fälle vorstellen und damit deutlich machen, warum es bei der Untersuchung paranormaler Erfahrungen im Interesse der Betroffenen zwingend notwendig ist, genauer hinzuschauen, die richtigen Fragen zu stellen und querzudenken, anstatt dem ersten Eindruck zu folgen und Menschen vielleicht gar zu Unrecht zu pathologisieren.

Der Vortrag findet am 28. 12. um 14:55 Uhr im Saal 4 statt. Ich werde den Vortrag in englischer Sprache halten. Nach dem Vortrag und auch an den beiden folgenden Tagen stehe ich selbstverständlich für Fragen und Diskussionen zur Verfügung. Bei größerem Interesse ist eventuell auch noch kurzfristig ein Workshop zum Thema in englischer oder deutscher Sprache möglich.

Flattr this!

4 thoughts on “Lightning Talk auf dem 29C3: Why you have to be a hacker to investigate the Paranormal

  1. Da wollte ich die nächsten Tage mal schauen, bin aber einfach noch nicht dazu gekommen. Das Problem ist, dass die Lightning-Talks pro Tag am Stück aufgenommen wurden. Das heißt, ich muss erst mal suchen. 😉 Aber ich kümmer mich drum, versprochen.

  2. Ah, ok, danke für den Tipp! Trotzdem muss ich es erst mal durchschauen. 🙂 Und dass die Videos bei Youtube sind, ist nicht gesagt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.