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In den USA schießen seit Jahren Fernsehshows rund um das Paranormale ins Kraut. Ghost Hunters, Ghost Hunters International, Destination Truth oder Paranormal Believer sind nur einige Beispiele von vielen. Mittlerweile hat sich für solche Shows sogar ein eigenes Genre etabliert, das nackt Ghost-Hunting betreiben. Einige dieser Shows haben seit einigen Jahren auch das deutsche Fernsehen erobert und prägen seither offenbar das Bild nicht weniger Menschen davon, was Menschen tun, die sich mit außergewöhnlichen Erfahrungen beschäftigen. Die Methoden, die in diesen Shows zur Anwendung kommen, werden von selbsternannten „Ghost Huntern“ unhinterfragt übernommen.

Das nervt mich. Denn diese Shows sind eben nur das – Shows. Es geht dabei nicht darum, außergewöhnlichen Vorgängen wirklich seriös auf den Grund zu gehen. Es geht um die Sensation. In vielen Fällen konnten die mit den dort angewandten Methoden angeblich gefundenen Phänomene dann auch bereits mit konventionellen Mitteln erklärt werden. Wer sich wirklich ernsthaft mit der Materie befassen will, muss ganz anders an die Sache herangehen. Meistens muss ein Vorfall gar nicht vor Ort mit irgendwelchen Messgeräten untersucht werden, wobei die Interpretation der Messungen auf kruden pseudowissenschaftlichen „Theorien“ beruht, etwa dass Geister sich durch elektromagnetische Felder leichter „manifestieren“ könnten, weswegen hohe elektromagnetische Felder auf „paranormale Aktivitäten“ hindeuteten, wie es in den besagten Shows oft heißt.

Im wirklichen Leben ist die Arbeit oft viel unspektakulärer, besteht sie doch vielmehr darin, den Betroffenen zuzuhören und aus dem Gesagten die richtigen Schlüsse zu ziehen. Ich habe schon mehrfach betont, dass es oft gar nicht so wichtig ist, rationale Erklärungen für ein Geschehen zu finden, sondern zu hinterfragen, welche innerpsychischen Prozesse der Betroffenen an dem Geschehen beteiligt sind und was das für die Betroffenen bedeutet. Das klingt langweiliger als die auf Ausschlägen eines Messgerätes beruhende Aussage, dass sich im Haus ein Geist rumtreibe. Aber es ist für die Betroffenen oftmals viel hilfreicher. Und viele selbsternannte „Ghost Hunter“, die sich an ihren Vorbildern aus den genannten Shows orientieren, würden hier scheitern, weil ihnen das psychologische Grundlagenwerkzeug fehlt.

Ich finde die Beschäftigung mit dem Paranormalen aber auch ohne diesen Show-Effekt spannend und würde mir wünschen, dass mehr Menschen eine realistische Vorstellung davon bekommen, anstatt sich von unrealistischen Show-Einlagen beeinflussen zu lassen.

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In meiner Beratung kommt es sehr häufig vor, dass Menschen eine genaue Erklärung dessen haben wollen, was ihnen passiert ist. Leider muss ich ihnen dann oft sagen, dass das nicht immer geht. Selbst wenn ein Erlebnis auf natürliche Weise erklärbar sein sollte, reichen die gegebenen Informationen oftmals nicht aus, um ein Geschehen vollständig zu erklären.

Natürlich kann man aus den gegebenen Informationen Hypothesen über eine mögliche Erklärung ableiten. Das tue ich auch, wenn es geht. In vielen Fällen heißt das jedoch nicht, dass es sich dabei dann um eine gänzlich gesicherte Erklärung handelt.

Ich halte es daher für wichtig, dass man lernt, ein Geschehen auch einfach mal so stehenzulassen. Es spricht nichts dagegen, sich zu über etwas zu wundern. Das ist ganz normal. Es sollte allerdings nicht so weit gehen, dass jedes Ereignis für „paranormal“ erklärt wird. Ich erlebe es immer wieder, dass Menschen nach einem außergewöhnlichen Erlebnis dazu neigen, alles, was sie erleben und was sie sich im ersten Moment nicht erklären können, für paranormal zu erklären. Dabei sind die meisten Vorkommnisse normal erklärbar, auch wenn sich nicht immer eine ganz sichere Erklärung finden lässt. Wenn man sich das bewusst macht und lernt, Dinge auch einfach mal so stehenzulassen, nimmt das viel Verunsicherung.

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Menschen wie ich, die sich mit sogenannten paranormalen Phänomenen befassen, werden oft als Parapsychologen bezeichnet. Leider ist der Begriff nicht ganz unproblematisch. Er unterscheidet nämlich in der Regel nicht zwischen wissenschaftlich ausgebildeten Menschen wie studierten Psychologen oder Physikern, die sich mit der Materie auseinandersetzen, und Laien, die das tun. Auch wenn längst nicht alle Laien schlechte Arbeit auf diesem Gebiet leisten, so bleibt es leider nicht aus, dass man mit diesem Begriff auch mit Menschen in einen Topf geworfen wird, die nicht mal ansatzweise wissenschaftlich und seriös arbeiten, sondern beispielsweise von sich selbst behaupten, bestimmte Fähigkeiten zu haben, die sie dann Menschen anpreisen, oder Ratsuchenden zweifelhafte „Erklärungen“ liefern, die schlimmstenfalls für noch mehr Verwirrung sorgen, anstatt aufzuklären.

Aus diesem Grund nenne ich mich nicht Parapsychologe. Ich bin ein Psychologe, der sich mit Parapsychologie befasst. Auf die wissenschaftliche und fachliche Fundierung meiner Ausbildung und Arbeit lege ich dabei großen Wert, weil ich sie als Qualitätsmerkmal betrachte, mit dem ich mich von den oben genannten selbsternannten „Parapsychologen“ abhebe.

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Viele Menschen haben vor sogenannten paranormalen Erfahrungen Angst. Ein Teil dieser Angst ist sicherlich dadurch begründet, dass die Betroffenen Erfahrungen machen, die ihnen bisher unbekannt waren. Was sie erleben, passt nicht in ihre bisherige Erfahrungswelt und auch oft nicht in ihr Weltbild.

Manchmal entsteht Angst aber auch zusätzlich dadurch, dass die Erfahrung als Bedrohung empfunden wird. Das Unbekannte wird als Gefahr angesehen. Angeheizt wird diese Angst vor einer Gefahr oft noch durch Berichte, die die Betroffenen im Netz finden und die von bösen Geistern, Dämonen und anderen bedrohlichen Dingen erzählen. Oftmals handelt es sich dabei auch um Deutungen der Erfahrungen Betroffener durch andere.

Ich halte das für hochproblematisch. Zunächst muss man festhalten, dass die Existenz von Geistern, sowohl von „guten“ wie von „bösen“, oder gar von Dämonen in keinster Weise belegt ist und viele Erfahrungen auf etwas ganz anderes zurückzuführen sind. Menschen einzureden, sie hätten einen bösen Geist oder gar Dämon im Haus, ihnen vielleicht sogar zu raten auszuziehen, ist also nicht zielführend und sollte tunlichst unterbleiben. Solche Ratschläge ängstigen und verunsichern die Betroffenen nicht nur noch mehr, als sie ohnehin schon sind, sie verleiten sie auch zu folgenschweren Handlungen, die drastische Auswirkungen auf ihre Existenz haben können. Die wirkliche Gefahr geht in dem Fall also vielmehr von denen aus, die den Betroffenen ein Problem mit bösen Geistern oder Dämonen einreden, und nicht von den Phänomenen selbst. Das Phänomen selbst wird zwar als bedrohlich empfunden, ist es aber meistens gar nicht. So ist zumindest meine Erfahrung. In 15 Jahren Beratungstätigkeit ist mir noch kein Vorfall berichtet worden, der von sich aus eine ernsthafte Gefahr für die Betroffenen darstellte. In einigen Fällen entstand geringer Sachschaden. Menschen kamen jedoch nie zu Schaden.

Die eigentliche Gefahr für die Betroffenen geht, wie oben angedeutet, also von der Angst aus, die das Erlebte verursacht. Dass die Angst und die Verunsicherung, die die Vorfälle auslösen, Menschen nachhaltig beeinträchtigen und auch den Alltag negativ beeinflussen können, habe ich in zahlreichen Beratungssituationen erfahren müssen. Das reicht von akuten psychischen Krisen durch die durch eine extreme Erfahrung ausgelöste Angst bis zu jahrelangen Beeinträchtigungen im Alltag.

Und diese Gefahr für die Betroffenen muss man sehr ernst nehmen. Den Menschen kann nur geholfen werden, wenn man ihre Erfahrungen und die daraus entstehenden Ängste nicht belächelt oder gar mit Spott abtut oder für „verrückt“ erklärt, sondern ihnen zuhört, sie ernst nimmt und versucht, ihnen diese Ängste zu nehmen. Erfahrungswerte von anderen Betroffenen, die zeigen, dass ihnen keine Gefahr droht, sind dabei sehr hilfreich. Nicht hilfreich, sondern absolut schädlich sind neben Hohn und Spott dagegen aber eben auch die bereits diskutierten Deutungen von Erfahrungen als böse Geister, Dämomen oder andere bedrohliche Dinge. Sie entbehren jeder Grundlage und verstärken bei den Betroffenen das Gefühl eines Kontrollverlustes. Stattdessen müssen Betroffene die Kontrolle über die Situation zurückbekommen. Gelingt dies, erleben die meisten Betroffenen eine deutliche Verbesserung ihrer Lage, oftmals hört das bedrohliche Erleben auch ganz auf.

Zuletzt sei natürlich noch erwähnt, dass in einigen, aber auch seltenen Fällen die Gefahr für die Betroffenen auch davon ausgeht, dass das eigene Erleben durch eine psychische Störung ausgelöst wird. Schizophrene Psychosen mit einem Wahnerleben, das paranormalen Erfahrungen ähnelt, können Menschen zu Handlungen verleiten, die im Extremfall sogar eine akute Gefahr für Leib und Leben der Betroffenen darstellen können. Aufgabe eines kompetenten Beraters ist auch, solche Fälle zu erkennen und den Betroffenen dann behutsam dabei zu unterstützen, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Als Berater sollte man sich auch nicht scheuen, selbst professionelle Anlaufstellen zu kontaktieren, wenn man sich von einer solchen Situation überfordert fühlt.

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Nachdem es schon seit etwa einem Jahr eine Facebook-Page der parapsychologischen Beratung gibt, ist die Beratungsstelle nun auch auf Google+ mit einer Seite vertreten. Die Page finden Sie auf https://plus.google.com/+Parapsychologischeberatungcom.. Dort gibt es wie auf der Facebook-Page neben den hier veröffentlichten Blogartikeln weitere spannende Informationen rund um das Thema Parapsychologie und parapsychologische Beratung wie kurze aktuelle Meldungen zum Thema, über die ich nicht im Blog berichte. Die Beiträge der Facebook- und der Google+-Page werden sich sicher oft überschneiden. Es werden aber auch einzelne Beiträge nur auf einer Plattform erscheinen, sodass es sich lohnt, auf beiden vorbeizuschauen. Und natürlich ist auf beiden Plattformen mit unterschiedlichen Diskussionen zu rechnen.

Bitte beachten Sie: Auch die Google+-Page ist nicht für Beratungsanfragen gedacht und auch nicht dafür geeignet, da die Page selbst komplett öffentlich ist und eine Vertraulichkeit der Nachrichtenfunktion nicht gewährleistet werden kann! Benutzen Sie für Beratungsanfragen bitte das Beratungsformular!

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Anomalien werden so bezeichnet, weil eine endgültige wissenschaftliche Erklärung für ihr Auftreten noch nicht gefunden werden konnte. In meiner Beratung habe ich es oft mit derartigen Anomalien zu tun. Da sich in den meisten Fällen Menschen an mich wenden, die solche Erfahrungen machen und dadurch verunsichert oder gar verängstigt werden, ist es auf der anderen Seite oft hilfreich, wenn ich den Ratsuchenden eine Erklärung für ihr Erleben anbieten kann. Daher stellt sich die spannende Frage, wie eine solche Erklärung aussehen kann, wenn das Erlebte wissenschaftlich noch nicht abschließend erklärbar ist, und wie dabei mein Anspruch einer wissenschaftlich fundierten Beratung gewahrt bleiben kann. Weiterlesen »

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Telefonsprechstunde

Ich habe mich entschlossen, testweise für die parapsychologische Beratung einmal pro Woche eine einstündige Telefonsprechstunde einzuführen.

Sie erreichen mich ab jetzt von Montag bis Freitag 10-12 Uhr unter 06221-18741331 (zum Tarif für Anrufe ins Festnetz der deutschen Telekom).

Die neue Telefonsprechstunde findet erstmals am Freitag, den 2. 01. 2015 statt. In dieser Zeit können Sie ohne Voranmeldung Ihr Anliegen telefonisch mit mir besprechen.

Bitte beachten Sie, dass außerhalb dieser Telefonsprechstunde eine telefonische Beratung nur nach Vereinbarung möglich ist. Nehmen Sie außerhalb dieser Zeit daher bitte zunächst über das Beratungsformular mit mir Kontakt auf.

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Bei mir spukt es!

Ja, Sie haben richtig gelesen: Es spukt jetzt auch bei mir! Ich werde in meiner eigenen Wohnung von schrecklichen Geräuschen heimgesucht, die sich anhören, als würde jemand in der Ferne vor Schmerzen schreien. Und das seit Tagen immer wieder. Aber mal von Anfang an. Weiterlesen »

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Geisterfotos

Im Netz tauchen immer wieder sogenannte „Geisterfotos” auf, also Fotos, auf welchen Menschen Geistererscheinungen erkannt haben wollen. Bis auf vielleicht ganz wenige, für die es (noch) keine Erklärung gibt, sind diese Fotos nachweisbar — versehentlich oder absichtlich — auf überwiegend technischem Wege entstanden.

Es gibt mehrere Möglichkeiten, wie solche „Geisterbilder” zustande kommen können:

  • Mehrfachbelichtung oder Überlagerung
  • Langzeitbelichtung
  • Reflexionen
  • Schatten
  • technische Fehler
  • Nicht technisch: Pareidolie
  • Digitale Bildbearbeitung

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Schon öfter bekam ich in den letzten Jahren Anfragen von Radio- oder Fernsehsendern, ob ich ihnen Menschen, die paranormale Erfahrungen gemacht haben, vermitteln könnte. Die Antwort ist in jedem Fall dieselbe: Weiterlesen »

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